online Roma Eterna. Kunst und Kultur im Rom der Nachkriegszeit: Zwischen Trümmern, Widerstand und Erneuerung

Kursdetails

Kursnummer
0315
Datum
Uhrzeit
Uhr
Ort
1 Termin
Stunden
2
Preis
gebührenfrei
Max. Teilnehmer
0
Kategorie
Zeitgeschehen · Geschichte
Dozent(en)
Dr. Lisa Hockemeyer

Beschreibung

Zoom-Vortrag
Am 4. Juni 1944 wurde Rom von den alliierten Streitkräften befreit, ein
entscheidender Wendepunkt in der Geschichte Italiens. Die Stadt wurde zum
Symbol der Befreiung vom faschistischen und nationalsozialistischen Regime
und entwickelte sich in kurzer Zeit zu einem Zentrum des kulturellen Neuanfangs.
Rom, über Jahrhunderte ein Ort der Mythen, Erinnerung und künstlerischer
Sehnsüchte, wurde nun selbst zum Schauplatz künstlerischer Erneuerung.
Zwischen den Trümmern des Krieges entstanden neue Ausdrucksformen im
Film, in der freien und angewandten Kunst, im Design und im Kunsthandwerk.
Künstlerinnen und Künstler gestalteten nicht nur ihre Gegenwart, sondern
entwarfen auch ein neues Italien – mit einer Ästhetik, die Widerstand, Hoffnung
und die Sehnsucht nach Freiheit mit neu entfesselter Kreativität vereinte und im
Mythos von la dolce vita kulminierte.
Der Vortrag geht der Frage nach, wie sich in freier Kunst, Film, Kunsthandwerk
sowie durch das Inszenieren von Designikonen wie dem Vespa-Motorroller eine Ästhetik von Lebensgefühl und Optimismus formierte, die bis heute nachwirkt und entscheidend unsere Wahrnehmung der italienischen Kultur und Identität beeinflusst.
Lisa Hockemeyer ist eine deutsche Design- und Kunsthistorikerin. Sie lehrt
Designgeschichte in Mailand. Die Veranstaltung wird live aus der Casa di Goethe
in Rom gestreamt und findet in Kooperation mit L.I.S.A, dem Wissenschaftsportal
der Gerda Henkel Stiftung, statt.
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